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Interessengemeinschaft Teutoburger Wald e.V.

Biotoppflege und Arbeitseinsätze

Die wertvollen, traditionellen Kulturbiotope am Teutoburger Wald Magerrasen und Niederwald können nur erhalten bleiben, wenn sie entsprechend gepflegt werden. Früher ergab sich die notwendige „Pflege“ aus der Bewirtschaftung. Magerrasen wurden von den Schafen und Ziegen der Anwohner kurz gehalten. Eine intensivere Nutzung war aufgrund der standörtlichen Bedingungen gar nicht möglich.

Bei den Wäldern führte damals die Brennholznutzung und der Abtrag der Laubstreu zum „Extremstandort“ Niederwald.

Überläßt man die Biotope der Natur, verbuschen die Standorte, die licht- und wärmeliebenden Pflanzen verschwinden und machen den Waldpflanzen Platz. Aber auch die an die Trockenrasen angepassten Tierarten räumen dann das Feld.

Unsere Vorfahren haben aber auch die Wälder intensiv genutzt: als Brennholzquelle und als Lieferant von Laubstreu, die  in die Viehställe eingestreut wurde. Der hieraus entstandene Niederwald mit seinem typischen Arteninventar wächst seit 60 Jahren zu einem krummen, artenarmen „Hochwald“ aus. Wir versuchen  an einzelnen Waldparzellen die traditionelle Niederwaldwirtschaft nachzuahmen. Astwerk abzusammeln und Laubstreu auszuharken ist allerdings Knochenarbeit, wie wir festgestellt haben.